„Mit der Ausschreibung der Buslinien ist jetzt der Zeitpunkt, um das unzureichende Busangebot für die Menschen in Friedberg zu verbessern“, erklärt der Bürgermeisterkandidat Markus Fenske.
Die Buslinien in Friedberg und zu den Nachbargemeinden bieten häufig keine Alternative zum Auto. Die Verbindungsfrequenzen sind insbesondere in den Ortsteilen zu vielen Tageszeiten lückenhaft und werden zu den Tagesrandzeiten und an den Wochenenden kaum bis gar nicht angeboten. Viele Friedberger*innen wünschen sich eine bessere Busverbindung, zum Beispiel zum Bahnhof oder zur Kaiserstraße.
Für Friedberg wird der Busverkehr vom Zweckverband Oberhessische Versorgungsbetriebe (ZOV) organisiert, der gerade die Neuausschreibung vieler Buslinien in Friedberg vorbereitet. Das Ergebnis dieser Ausschreibung legt die Gestaltung des Busverkehrs in Friedberg für die nächsten zehn Jahre fest. Beate Neuwirth, Stadtverordnete aus Bauernheim, erklärt die Notwendigkeit für die Stadt, jetzt aktiv zu werden: „Mit der Neuausschreibung der Buslinienbündel haben wir die Chance, den Verkehr in Friedberg in eine Richtung zu lenken, die den Mobilitätsanforderungen unserer Zeit entspricht. Wenn etwas besser werden soll, dann müssen diese Änderungsanforderungen noch vor der Ausschreibung formuliert werden.“
Seit Mai 2023 gibt es das Deutschlandticket, mit dem Ziel, dass Menschen vermehrt den ÖPNV statt ihr eigenes Auto nutzen. Damit möglichst viele davon profitieren können, müssen die notwendigen Anpassungen für den ÖPNV auch in Friedberg jetzt definiert und eingefordert werden. Das verbesserte Beförderungsangebot ist auch ein Schritt hin zur Entlastung der Innenstadt vom motorisierten Individualverkehr, zum Vorteil aller Friedberger Mitbürger*innen.
Die Friedberger Grünen haben sich dazu bereits Gedanken gemacht. „Wir brauchen hier einen echten Halbstundentakt für alle Busse und das auch in den Randzeiten und an Wochenenden. Gerade die Ortsteile sind zu schlecht angebunden“, fasst der Grüne Verkehrsexperte Bernd Stiller zusammen.
Dem Antrag der Bauernheimer Grünen, dass die Frequenz der Linie FB-03 in den Abendstunden ausgeweitet wird und dass zusätzliche Busverbindungen für Schüler*innen eingerichtet werden, hat der Ortsbeirat bereits einstimmig zugestimmt.
„Wo das über den Busverkehr nicht gelöst werden kann, brauchen wir andere Angebote, wie die Einführung eines flexiblen, zukunftsgerichteten On-Demand-Shuttle-Verkehrs, so wie erfolgreich im Kreis Offenbach umgesetzt (www.kvgof-hopper.de). Als Zwischenlösung kann ein Sammeltaxi geeignet sein, wenn der Service verlässlich und flexibel ist“, so Christoph Gruß, Grünes Mitglied der AG Verkehr.
Jüngere Menschen profitieren auch von der Verbesserung des Busverkehrs, denn sie haben immer seltener einen Führerschein oder ein Auto zur Verfügung. Außerdem kommt das Angebot mobilitätseingeschränkten Menschen und der wachsenden älteren Generation zugute, die kein Auto mehr fahren möchten oder können.
Zudem sorgt der ÖPNV für eine größere Sicherheit bei Festen und Kulturveranstaltungen, da die Besucher*innen dann nicht mehr auf das Auto angewiesen sein werden.
Die Grünen fordern die Friedberger Bevölkerung auf, ihre Bedarfe bei den Ortsbeiräten anzumelden, denn dort werden bereits Vorschläge ausgearbeitet. Damit diese noch berücksichtigt werden können, müssen die Vorschläge bis zum Herbst vorliegen.
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